Die Pfarrkirche St. Simon und St. Judas Thaddäus in Weißenkirchen an der Perschling ist ein Bauwerk mit jahrhundertelanger Geschichte und außergewöhnlicher künstlerischer Gestaltung.
Ihre Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie um 1180. Der heutige Kirchenbau vereint gotische Substanz – insbesondere Chor, Turm und Strebepfeiler – mit barocken Erweiterungen des Langhauses. Mehrere Umbauten und Renovierungen prägten das Erscheinungsbild, zuletzt eine umfassende Sanierung zwischen 2002 und 2009.
Besondere Bedeutung kommt der modernen Neugestaltung des Kircheninnenraums durch den Künstler Helmut Lutz zu. Sein künstlerisches Konzept verbindet zeitgenössische Formen mit christlicher Symbolik, vor allem mit Motiven aus der Offenbarung des Johannes. Themen wie das Himmlische Jerusalem, das Lamm Gottes, der Kampf zwischen Gut und Böse sowie Anfang und Ende der Schöpfung prägen die Gestaltung von Langhausdecke, Chorraum, Altar, Tabernakel und Marienstelen. Historische Elemente wurden bewusst integriert und in ein neues Gesamtkonzept eingebunden.
Zur Ausstattung der Kirche gehören zudem barocke Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, Kreuzwegstationen, eine erhaltene Kanzel sowie eine moderne Orgelanlage. Ergänzt wird das Pfarrgebiet durch die Filialkirche St. Laurenz in Haselbach.
Die Pfarrkirche Weißenkirchen an der Perschling ist nicht nur ein bedeutendes historisches Bauwerk, sondern auch ein lebendiger Ort des Glaubens, der Kunst und der Gemeinschaft, an dem Tradition und zeitgenössische Gestaltung in besonderer Weise zusammenfinden.




















